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IT als Wertschöpfungspartner vs Realität in Organisationsstruktur

horvath cio studie 2026 bergan anke nehrenberg

Die IT soll und will Wertschöpfungspartner sein, die Organisationsstruktur sagt oft: warte, bis wir gefragt werden.

In der Horváth CIO-Studie 2026 (449 IT- und Business-Entscheider:innen) werden An- und Widerspruch deutlich: In drei Jahren wollen Unternehmen ihre IT zu 66% in wertschöpfenden Rollen sehen – als Business Enabler, als innovative Einheit. Heute schaffen das erst 48 %. Die Mehrheit steckt noch in Service-Rollen fest: reaktiv, föderal organisiert, auf Zuruf.

Der Sprung von 48 auf 66% ist eine Ansage an die Führung und ein Punkt, den ich in fast jedem Unternehmen sehe: der Anspruch existiert seit Jahren, die erforderliche Struktur und Zusammenarbeit nicht. IT-Organisationen sind oft auf stabilen Betrieb und Ticketabarbeitung gebaut – Mitgestalten der Business-Prozesse war selten Teil des Plans. Reporting-Linien enden vor der Geschäftsleitung, Kompetenzen für Daten, KI und Prozessdesign fehlen genau da, wo die Entscheidungen fallen.

KI verschärft dieses Spannungsfeld und macht den Engpass sichtbarer. Wenn die IT zum Wertschöpfungspartner werden soll, braucht sie eine andere Integration in Struktur & Prozesse: Rollen, Verantwortung und Entscheidungswege müssen mitwachsen. Macht das zu eurem Anspruch, andernfalls bleibt es einfach eine Folie aus dem letzten Strategie-Workshop.

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